Modepark Röther
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Projektbeschreibung
Nachts verändert sich die Lesbarkeit der langgestreckten Fassade des Modepark Röther. Geschlossene Flächen treten weitgehend zurück, während der transparente Gebäudekopf, horizontale Fensterbänder und einzelne farbige Lichtlinien die Dimension des Baukörpers neu zeichnen.
Die schmalen vertikalen Lichtzeichen greifen die Gliederung der dunklen Gebäudehülle auf. In unterschiedlichen Abständen und Farben gesetzt, unterbrechen sie die große Fassadenfläche und erzeugen einen Rhythmus, ohne sie flächig auszuleuchten. Farbe wird dabei zum präzisen grafischen Element innerhalb der Architektur.
Einen deutlichen Gegenpol bildet der gerundete, großflächig verglaste Gebäudekopf. Hier kommt die stärkste Lichtwirkung aus dem Innenraum selbst und lässt diesen Teil des Gebäudes als helles, räumlich tiefes Volumen erscheinen.
Aus dem Wechsel von dunkler Gebäudehülle, vertikalen Lichtzeichen und horizontalem Innenlicht entsteht eine eigenständige Nachtansicht. Wenige gezielte Lichtinformationen reichen aus, um Länge, Gliederung und unterschiedliche Bereiche des Gebäudes auch aus größerer Entfernung wahrnehmbar zu machen.
Projektinformationen
Architekturtyp: Großmaßstäblicher Handelsbau mit langgestreckter, überwiegend geschlossener Gebäudehülle, vertikaler Fassadengliederung, horizontalen Fensterbändern und einem gerundeten, großflächig verglasten Gebäudekopf
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die nächtliche Erscheinung entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Lichtinformationen, ohne die gesamte Gebäudehülle flächig aufzuhellen. Vertikale farbige Lichtzeichen greifen die Fassadengliederung auf, horizontales Innenlicht zeichnet Fensterbänder nach und der transparente Gebäudekopf bildet einen großmaßstäblichen Helligkeitsschwerpunkt.
Leuchtenintegration: Schmale farbige Lichtlinien werden als vertikale Elemente innerhalb der geschlossenen Fassadenbereiche sichtbar. Ergänzend wird das Innenlicht hinter Fensterbändern und großflächigen Verglasungen Teil der Außenwirkung, während funktionale Lichtpunkte die Zugangs- und Außenbereiche begleiten.
Raumwirkung: Der Wechsel zwischen dunkler Gebäudehülle, vertikalen Lichtzeichen, horizontalem Innenlicht und transparenten Bereichen macht Länge und Gliederung des Baukörpers auch aus größerer Entfernung lesbar. Der helle Gebäudekopf bildet dabei einen visuellen Schwerpunkt, während die punktuell eingesetzten Farben der geschlossenen Fassade Rhythmus und Identität verleihen.
Fragen zur Fassadenbeleuchtung von Handelsgebäuden
- Wie lässt sich eine besonders lange Gebäudefassade mit wenigen Lichtinformationen strukturieren?
Nicht die gesamte Gebäudehülle muss beleuchtet werden, damit ihre Dimension bei Nacht wahrnehmbar bleibt. Beim Modepark Röther gliedern einzelne vertikale Lichtzeichen die langen dunklen Fassadenbereiche, während Fensterbänder und der transparente Gebäudekopf zusätzliche Bezugspunkte schaffen.
- Wie kann farbiges Licht eingesetzt werden, ohne eine gesamte Fassade farbig anzustrahlen?
Farbe kann auf einzelne architektonische Elemente begrenzt werden und dadurch als präzises grafisches Zeichen wirken. Beim Modepark Röther bleiben große Teile der Gebäudehülle dunkel, während schmale farbige Lichtlinien die vertikale Fassadengliederung aufnehmen und der Nachtansicht eine eigene Identität geben.
- Welche Rolle kann Innenlicht bei der nächtlichen Wirkung eines Handelsgebäudes übernehmen?
Bei großflächigen Verglasungen wird der beleuchtete Innenraum selbst Teil der Außenwirkung. Am gerundeten Gebäudekopf des Modepark Röther entsteht dadurch ein heller, räumlich tiefer Gebäudebereich, der einen deutlichen Gegenpol zu den überwiegend geschlossenen Fassadenflächen bildet.
- Wie wirken vertikale Lichtlinien und horizontale Fensterbänder gemeinsam auf einer Fassade?
Unterschiedliche Lichtrichtungen können die vorhandene Architektur differenziert lesbar machen. Beim Modepark Röther treffen vertikale farbige Lichtzeichen auf horizontale, von innen beleuchtete Fensterbänder und verdeutlichen dadurch sowohl die Gliederung als auch die große Ausdehnung des Baukörpers.
- Warum sind dunkle Fassadenbereiche für die Wirkung einzelner Lichtzeichen wichtig?
Dunkelheit schafft den notwendigen Kontrast, damit wenige Lichtinformationen eine hohe visuelle Präsenz entwickeln können. Beim Modepark Röther bleiben große Fassadenbereiche bewusst im Hintergrund, wodurch die schmalen Lichtlinien und transparenten Zonen deutlich hervortreten.
- Wie kann Beleuchtung zwischen der Fernwirkung eines großen Gebäudes und seinem Nahbereich unterscheiden?
Ein großmaßstäblicher Bau wird aus der Entfernung anders wahrgenommen als bei der unmittelbaren Annäherung. Beim Modepark Röther übernehmen Gebäudekopf, Lichtlinien und Fensterbänder die großräumliche Gliederung, während Zugänge, Wege und Außenbereiche mit funktionaleren Lichtpunkten auf den näheren Maßstab reagieren.



