Everybody’s Darling
Wien |Gastronomie
Architekt: The Black Square / Fotos: Mato Johannik
Projektbeschreibung
Im Everybody’s Darling verdichtet sich die Lichtwirkung dort, wo der Gastraum seinen stärksten visuellen Schwerpunkt besitzt: an der Bar. Unterschiedliche Lichtquellen treffen hier auf Glas, Metall, Flaschen und glänzende Oberflächen und erzeugen eine höhere Lichtdichte als in den umgebenden Aufenthaltsbereichen.
Gerichtete Lichtpunkte setzen gezielte Helligkeitsschwerpunkte auf Nutzungsflächen und Materialien. Im Barbereich vervielfacht sich diese Wirkung durch Reflexionen, Glanzpunkte und transparente Oberflächen, sodass Licht nicht nur unmittelbar aus den Leuchten entsteht, sondern auch durch das Interior weitergetragen wird.
Tischgruppen und weitere Aufenthaltsbereiche erhalten bewusst geringere beziehungsweise anders gewichtete Lichtanteile. Dadurch kann die Bar als visueller Mittelpunkt hervortreten, ohne den übrigen Gastraum von ihr zu trennen.
Technische und dekorative Lichtquellen arbeiten dabei zusammen. Die Beleuchtung reagiert auf Material und Nutzung und erzeugt einen Gastraum, dessen Hierarchie wesentlich aus unterschiedlichen Lichtdichten und dem gezielten Umgang mit reflektierenden Oberflächen entsteht.
Projektinformationen
Architekturtyp: Gastronomie- und Barinterior mit Barbereich, Tischgruppen, Sitz- und Aufenthaltszonen sowie ausgeprägt reflektierenden Materialien.
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Bar wird über eine höhere Lichtdichte und das Zusammenspiel direkter Lichtquellen mit Reflexionen auf Glas, Metall und Flaschen als visueller Schwerpunkt ausgebildet. Die übrigen Aufenthaltsbereiche erhalten abgestufte Lichtanteile, sodass eine klare Hierarchie innerhalb des Gastraums entsteht.
Leuchtenintegration: Kombination aus gerichteten technischen Lichtquellen und sichtbar in das Interior eingebundenen dekorativen Leuchten; reflektierende Oberflächen werden bewusst als Teil der Lichtwirkung genutzt.
Raumwirkung: Vielschichtiger Gastraum mit prägnanter Bar als visuellem Mittelpunkt und einer lebendigen Lichtwirkung, die durch Reflexionen, Glanzpunkte und abgestufte Helligkeiten entsteht.
- Fragen zur Lichtplanung von Bars
- Wie kann eine Bar durch Licht zum visuellen Mittelpunkt eines Restaurants werden?
Eine höhere Lichtdichte kann die Bar gegenüber den übrigen Bereichen hervorheben. Im Everybody’s Darling entsteht diese Verdichtung durch direkte Lichtquellen und zusätzliche Reflexionen auf Glas, Metall und Flaschen.
- Welche Rolle spielen Reflexionen bei der Beleuchtung einer Bar?
Reflektierende Materialien greifen auftreffendes Licht auf und erzeugen zusätzliche Glanz- und Lichtpunkte. Dadurch kann die Lichtwirkung räumlich vielfältiger erscheinen, ohne dass dafür überall zusätzliche Leuchten notwendig sind.
- Wie beeinflussen Glas und Metall die Lichtwirkung in einem Barbereich?
Glas erzeugt Transparenz, Durchblicke und Reflexionen, während metallische Oberflächen Licht stärker spiegeln können. Beide Materialien reagieren deutlich auf Richtung und Intensität des Lichts und beeinflussen damit die Wahrnehmung des gesamten Barbereichs.
- Warum kann eine Bar heller beziehungsweise lichtintensiver wirken als andere Restaurantbereiche?
Die Bar übernimmt häufig eine zentrale räumliche und funktionale Rolle. Eine bewusst höhere Lichtdichte kann diese Bedeutung sichtbar machen und Orientierung innerhalb des Gastraums schaffen.
- Wie werden Bar und Tischbereiche durch Licht voneinander unterschieden?
Unterschiedliche Lichtintensitäten und Materialreaktionen geben den Bereichen verschiedene visuelle Gewichtungen. Die Bar kann dadurch prägnanter erscheinen, während Tisch- und Aufenthaltszonen zurückhaltender bleiben.
- Warum werden technische und dekorative Leuchten in einer Bar kombiniert?
Technische Leuchten ermöglichen eine präzise Beleuchtung von Nutzungsflächen und Materialien. Dekorative Leuchten ergänzen diese Funktion um sichtbare Lichtpunkte und können die Identität einzelner Bereiche zusätzlich stärken.






