Optic Corso
Wien |Shop
Foto: Alex Lang
Projektbeschreibung
Bei Optic Corso entsteht die räumliche Ordnung aus dem Zusammenspiel von Kontrast, Warenpräsentation und einer eigenständigen Lichtgeometrie. Helle Präsentationsflächen heben die Brillen klar von den dunkleren Architekturflächen ab und schaffen innerhalb der hohen visuellen Dichte eine präzise Hierarchie.
Darüber entwickeln die diagonalen Lichtlinien eine zweite räumliche Ebene. Sie durchziehen die Deckenflächen, kreuzen Raumachsen und setzen der statischen Geometrie von Wänden und Volumen eine bewegte Linienstruktur entgegen. Licht folgt der Architektur hier nicht nur, sondern ergänzt sie um eine eigene Richtung und Dynamik.
Integriertes Präsentationslicht, gerichtete Lichtquellen und Pendelleuchten übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Die Ware wird über zusammenhängende helle Flächen lesbar, während vertikale Lichtobjekte einzelne Bereiche markieren und dem hohen Raum zusätzliche Tiefe geben.
Einen bewussten Gegenpol bildet die Holzlamellenwand. Geschwungene Lichtverläufe lösen die geradlinige Ordnung auf und bringen Wärme und Bewegung in den Raum. So entsteht die Identität von Optic Corso aus dem Wechsel von Fläche und Linie, Präzision und Dynamik, geometrischer Ordnung und organischer Lichtbewegung.
Projektinformationen
Architekturtyp: Optikfachgeschäft im historischen Kontext mit kontrastreichem, geometrisch geprägtem Innenausbau, hohen Räumen und unterschiedlichen Präsentations- und Beratungsbereichen
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung verbindet präzise Warenpräsentation mit einer eigenständigen räumlichen Lichtgeometrie. Helle Präsentationsflächen priorisieren die Brillen, während diagonal geführte Lichtlinien, vertikale Lichtobjekte und ein organisch beleuchteter Holzbereich unterschiedliche Ebenen innerhalb des Verkaufsraums schaffen.
Leuchtenintegration: Lineare Lichtprofile durchziehen die Deckenflächen, während gerichtete Lichtquellen funktionale Aufgaben übernehmen. Zylindrische Pendelleuchten setzen vertikale Bezugspunkte; zusätzlich ist Licht in Präsentationsflächen, Möbel und die Holzlamellenwand integriert.
Raumwirkung: Kontrastreiche und dynamische Verkaufsumgebung, in der helle Warenflächen Orientierung schaffen und freie Lichtlinien eine zweite Geometrie in den Raum zeichnen. Die warm beleuchtete Holzlamellenwand bildet dazu einen weicheren, organischen Gegenpol.
Fragen zur Lichtplanung von Optikgeschäften
- Wie lassen sich viele Brillen übersichtlich beleuchten?
Statt jede einzelne Brille separat zu akzentuieren, können zusammenhängende Präsentationsflächen als helle Zonen ausgebildet werden. Bei Optic Corso bleibt dadurch auch eine größere Produktanzahl klar und übersichtlich wahrnehmbar.
- Welche Rolle spielt Kontrast bei der Beleuchtung eines Optikgeschäfts?
Ein deutlicher Helligkeitsunterschied zwischen Präsentationsflächen und umgebender Architektur lenkt die Aufmerksamkeit auf die Ware. Bei Optic Corso treten die Brillen vor den dunkleren Wand- und Einbaubereichen klar hervor.
- Warum sind gleichmäßig beleuchtete Präsentationsflächen für ein Optikgeschäft sinnvoll?
Brillen sind kleine Produkte mit feinen Formen, Materialien und Details. Zusammenhängende helle Präsentationsflächen schaffen einen ruhigen visuellen Hintergrund und unterstützen eine gleichmäßige Wahrnehmung der ausgestellten Fassungen.
- Wie kann Licht selbst zum Gestaltungselement der Innenarchitektur werden?
Licht muss nicht ausschließlich vorhandenen Raumachsen folgen. Bei Optic Corso verlaufen lange Lichtprofile teilweise diagonal durch den Raum und erzeugen eine eigenständige grafische Struktur, die der Architektur eine zweite Geometrie hinzufügt.
- Warum werden in einem Optikgeschäft unterschiedliche Lichtsysteme kombiniert?
Warenpräsentation, Beratung, Orientierung und Raumgestaltung stellen unterschiedliche Anforderungen. Bei Optic Corso übernehmen Präsentationslicht, gerichtete Lichtquellen, lineare Lichtprofile und Pendelleuchten deshalb jeweils unterschiedliche Aufgaben.
- Wie verändert integriertes Licht die Wirkung einer Holzlamellenwand?
Licht innerhalb einer strukturierten Oberfläche kann Tiefe und Bewegung stärker hervortreten lassen. Bei Optic Corso bilden geschwungene Lichtverläufe einen bewussten Gegenpol zur vertikalen Lamellenstruktur und zur geradlinigen Lichtgeometrie des übrigen Verkaufsraums.
















