UFogel


Lienz |Hotel, Aussenraum

Architekt: DI Peter Jungmann / Fotos: DI Wolfgang Retter

Projektbeschreibung

Die skulpturale Form des Ufogel wird am Abend nicht flächig ins Licht gesetzt, sondern über ausgewählte Bereiche erfahrbar. Licht konzentriert sich auf die aufgeständerte Unterseite, den Eingang und die Öffnungen des Gebäudes und verstärkt damit die besondere Geometrie des kompakten Baukörpers.

 

Unterhalb des Hauses entsteht ein eigenes Lichtvolumen. Die beleuchtete Tragstruktur und angrenzende Flächen lösen den Baukörper optisch stärker vom Gelände, während große Teile der Schindelhaut im Hintergrund bleiben. Warm leuchtende Öffnungen machen zugleich den Innenraum als Teil der nächtlichen Erscheinung sichtbar.

Im Inneren übernimmt das Licht eine andere Aufgabe. Kleine, gezielt gesetzte Lichtquellen modellieren Wände, Decken, Treppen und Einbauten innerhalb der nahezu durchgängigen Holzoberfläche. Unterschiede entstehen weniger durch wechselnde Materialien als durch Helligkeit, Richtung und Schatten.

 

So bleibt das Licht der außergewöhnlichen Architektur bewusst untergeordnet. Es zeichnet keine zusätzliche Formensprache in den Raum, sondern macht Ebenen, Übergänge und Materialität lesbar und bewahrt über die großen Verglasungen zugleich die Beziehung zur umgebenden Landschaft.

Projektinformationen

Architekturtyp: Kompaktes, skulptural geformtes Holzgebäude in landschaftlichem Kontext mit aufgeständertem Baukörper, großformatigen Verglasungen und einem über mehrere Ebenen organisierten Innenraum

Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung konzentriert sich auf ausgewählte architektonische Bereiche, anstatt den Baukörper oder Innenraum gleichmäßig aufzuhellen. Außen werden insbesondere Unterseite, Eingang und Öffnungen hervorgehoben, während im Inneren gezielt gesetzte Lichtpunkte Ebenen, Übergänge und Holzoberflächen innerhalb des kompakten Raumvolumens differenzieren.

Leuchtenintegration: Reduzierte, überwiegend kleinformatige Lichtquellen begleiten Wände, Decken, Treppen und Einbauten, ohne eine zusätzliche dominante Formensprache in die Architektur einzuführen. Außen konzentriert sich die Beleuchtung auf konstruktive und räumlich relevante Bereiche, während das Innenlicht über die Verglasungen zugleich Teil der nächtlichen Gebäudeerscheinung wird.

Raumwirkung: Selektive Helligkeit und bewusst erhaltene Dunkelheit verstärken die plastische Wahrnehmung des skulpturalen Baukörpers. Im nahezu vollständig aus Holz gebildeten Innenraum entstehen räumliche Unterschiede durch Licht, Schatten und Richtung, während die großen Verglasungen den visuellen Bezug zur umgebenden Landschaft erhalten.

Fragen zur Lichtplanung von Holzhäusern und skulpturaler Architektur
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Egger Licht

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