Villa PS
Wien |Privat
Projektbeschreibung
In der Villa PS Wien verändert sich die Präsenz des Lichts mit der jeweiligen Raumsituation. In den offenen Wohnbereichen bleibt die Beleuchtung eng an Architektur und Oberflächen gebunden. Indirekte Lichtlinien zeichnen Decken und Einbauten nach, während kleine Lichtpunkte die Räume gezielt ergänzen.
Im Essbereich und besonders im mehrgeschossigen Treppenraum tritt Licht deutlicher in Erscheinung. Glaskugeln werden zu räumlichen Objekten, die unterschiedliche Höhen besetzen und das Volumen zwischen den Ebenen erfahrbar machen. Vertikale Lichtlinien begleiten zugleich die Bewegung der Treppe.
In den Bädern kehrt das Licht stärker in die Architektur zurück. Hinterleuchtete Spiegel, beleuchtete Steinflächen und integrierte Lichtkanten lösen einzelne Elemente voneinander und geben den reduzierten Räumen räumliche Tiefe, ohne zusätzliche sichtbare Lichtobjekte in den Vordergrund zu stellen.
Die Garage bildet dazu den stärksten Kontrast. Kreuzende Lichtlinien lösen sich von der baulichen Ordnung und entwickeln eine eigenständige Geometrie. Ihre Reflexionen setzen sich auf Lack und Glas der Fahrzeuge fort und machen Licht selbst zum prägenden Bestandteil des Raumes.
Projektinformationen
Architekturtyp: Zeitgenössische Privatvilla in Wien mit offenen Wohn- und Essbereichen, großflächigen Verglasungen, mehrgeschossigem Treppenraum, reduzierten Badezimmern und einer architektonisch gestalteten Fahrzeuggarage.
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung verändert ihre gestalterische Präsenz entsprechend der jeweiligen Raumsituation. In den Wohnbereichen folgt integriertes Licht den architektonischen Konturen, während Glaskugelleuchten im Ess- und Treppenraum räumliche Schwerpunkte setzen. In der Garage entwickeln kreuzende Lichtlinien eine eigenständige Geometrie, die sich bewusst von der baulichen Ordnung löst.
Leuchtenintegration: Indirekte Lichtlinien in Deckenvertiefungen und Einbauten, kompakte Deckeneinbauleuchten sowie hinterleuchtete Spiegel und integrierte Lichtkanten in den Badezimmern. Glaskugelpendel im Essbereich und eine mehrteilige Pendelinstallation im Treppenraum werden durch vertikale Wandleuchten ergänzt. In der Garage bilden diagonal angeordnete Lichtlinien und gerichtete Strahler ein eigenständiges Beleuchtungssystem.
Raumwirkung: Zurückhaltendes Architekturlicht lässt in den Wohnbereichen Materialien, Raumkonturen und Ausblicke im Vordergrund. Im Treppenraum betonen die Glaskugeln das mehrgeschossige Volumen, während die vertikalen Lichtlinien die Bewegung begleiten. In der dunklen Garage erzeugen kreuzende Lichtlinien und ihre Reflexionen auf den Fahrzeugen eine deutlich expressivere Raumwirkung.
Fragen zur Lichtplanung in modernen Privatvillen
- Wie lässt sich indirekte Beleuchtung in eine abgehängte Wohnraumdecke integrieren?
Lichtquellen können innerhalb von Deckenvertiefungen angeordnet werden, sodass vor allem ihre Wirkung auf die angrenzenden Flächen sichtbar bleibt. In der Villa PS folgt die indirekte Beleuchtung den vorhandenen Deckenkonturen und verstärkt die horizontale Gliederung des Wohnraums, ohne zusätzliche Leuchtenkörper in den Vordergrund zu stellen.
- Warum eignen sich transparente Glaskugelpendel für einen Essbereich mit großen Fensterflächen?
Transparente oder getönte Glaskugeln können den Esstisch als räumlichen Mittelpunkt markieren, ohne die Sicht nach außen vollständig zu verdecken. In der Villa PS bilden drei Pendelleuchten eine sichtbare Lichtgruppe über dem Tisch, während Garten und Terrasse im Hintergrund weiterhin wahrnehmbar bleiben.
- Wie lassen sich dekorative Pendelleuchten und vertikale Wandleuchten im Treppenraum kombinieren?
Beide Leuchtentypen können unterschiedliche räumliche Aufgaben übernehmen. In der Villa PS besetzen die unterschiedlich hoch abgehängten Glaskugeln den mehrgeschossigen Luftraum, während kurze vertikale Lichtlinien entlang der Treppenwände den Verlauf der Erschließung begleiten.
- Wie kann integriertes Licht dunkle Natursteinflächen im Badezimmer hervorheben?
Indirektes Licht hinter Spiegeln und entlang architektonischer Kanten erzeugt Helligkeitsunterschiede auf den angrenzenden Steinflächen. In der Villa PS werden Spiegel, Wandflächen und ein helles Podest dadurch deutlicher voneinander abgesetzt, ohne zusätzliche dekorative Leuchten einsetzen zu müssen.
- Wie können kreuzende Lichtlinien eine Garage architektonisch gestalten?
Diagonal geführte Lichtlinien können eine eigenständige Geometrie erzeugen, die sich von den rechtwinkligen Raumbegrenzungen unterscheidet. In der Villa PS bilden sie vor den dunklen Decken- und Wandflächen eine markante Lichtstruktur, die den Raum über seine reine Stellplatzfunktion hinaus prägt.
- Welche Rolle spielen Reflexionen bei der Beleuchtung hochwertiger Fahrzeuge?
Lackierte Karosserien und Fahrzeugverglasungen spiegeln Lichtquellen und machen deren Formen auf den Oberflächen sichtbar. In der Garage der Villa PS setzen sich die linearen Lichtstrukturen als Reflexionen auf den Fahrzeugen fort und verbinden die Lichtgestaltung des Raumes mit der Wahrnehmung der Karosserien.











