Binder Grösswang


Wien |Büro

Architekt: The Black Square / Fotos: Mato Johannik

Projektbeschreibung

Die Räume von Binder Grösswang sind von klaren Achsen, ruhigen Flächen und präzisen Geometrien geprägt. Das Licht greift diese Ordnung auf, ohne ihr durchgehend zu folgen. Zwischen streng geführten Linien und freien Lichtzeichnungen entsteht eine zweite Ebene, die den unterschiedlichen Bereichen ihren eigenen Charakter gibt.

 

In den Besprechungsräumen bilden Tisch, Decke und Licht eine gemeinsame räumliche Figur. Runde und längliche Deckenfelder nehmen die Proportionen der Möblierung auf, während lineare Lichtprofile die Ausrichtung der Räume verstärken und den Blick entlang ihrer Geometrie führen.

 

In den Kommunikationsbereichen verändert sich dieses Prinzip. Leuchtende Linien lösen sich aus der geradlinigen Ordnung und bewegen sich frei über die perforierten Deckenflächen. Schleifen, Kreuzungen und Richtungswechsel machen die Decke selbst zu einem prägenden Bestandteil der Raumwahrnehmung.

 

Gerade aus diesem Wechsel entwickelt das Projekt seine eigene Lichtidentität. Präzise gesetzte Linien geben den formelleren Bereichen Klarheit, während freie Lichtgeometrien anderen Räumen Bewegung verleihen. Licht folgt damit nicht einem einzigen System, sondern reagiert auf den jeweiligen Charakter der Architektur.

Projektinformationen

Architekturtyp: Mehrgeschossige Kanzlei- und Büroumgebung mit Empfang, Atrium, Besprechungsräumen, Erschließungsflächen sowie unterschiedlichen Lounge-, Aufenthalts- und Kommunikationsbereichen

Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung reagiert auf unterschiedliche räumliche und kommunikative Situationen mit wechselnden geometrischen Ordnungen. In formelleren Bereichen verstärken lineare Lichtprofile, Deckenelemente und gerichtete Lichtpunkte die klaren Raumachsen, während sich in Kommunikations- und Aufenthaltsbereichen freie Lichtlinien von dieser Ordnung lösen und eine eigenständige grafische Ebene bilden.

Leuchtenintegration: Kombination aus in Deckenfelder integrierten linearen Lichtprofilen und gerichteten Lichtpunkten, frei verlaufenden Lichtlinien innerhalb perforierter Deckenflächen, zurückhaltenden Einbauleuchten, indirekter Beleuchtung an Raumkanten sowie einzelnen sichtbaren Lichtobjekten. Licht und Akustikflächen werden dabei teilweise zu gemeinsamen Deckenelementen zusammengeführt.

Raumwirkung: Der Wechsel zwischen geradlinigen und freien Lichtgeometrien verleiht den unterschiedlichen Bereichen eine eigene räumliche Identität. Besprechungsräume wirken konzentriert und geordnet, während freie Lichtzeichnungen Kommunikations- und Aufenthaltsbereichen mehr Bewegung geben. Atrium und Erschließung bleiben dagegen bewusst zurückhaltender und lassen der Architektur größere visuelle Präsenz.

Fragen zur Lichtplanung in Kanzlei- und Kommunikationsräumen
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