Restaurant GO by Steffen Henssler


Frankfurt, DE |Gastronomie

Architekt: Artmüller Architekten ZT / Fotos: Albin Melez

Projektbeschreibung

Im GO by Steffen Henssler entsteht eine kontrastreiche Lichtstimmung aus warm beleuchteten Materialien, präzisen Akzenten und bewusst dunkleren Raumzonen. Innerhalb der mehrgeschossigen Architektur lenkt das Licht den Blick auf Tische, Holzstrukturen und einzelne räumliche Ebenen, während andere Bereiche visuell zurücktreten.

 

Besonders prägend ist die enge Verbindung von Licht und Innenarchitektur. Integrierte Lichtlinien begleiten Lamellen, Rahmen und Paneele und lassen ihre Konturen und Zwischenräume hervortreten. Warmes Licht verstärkt die Tiefe des Holzes und der rötlichen Oberflächen, sodass Raumbegrenzungen zugleich als leuchtende Strukturen wahrnehmbar werden.

Gerichtetes Licht setzt dazu gezielte Schwerpunkte auf Tischflächen, Kunst und ausgewählte Architekturelemente. Die helleren Nutzungsbereiche heben sich klar von ihrer dunkleren Umgebung ab und schaffen innerhalb des offenen, vielschichtigen Gastraums kleinere Orte mit eigener Präsenz.

 

So entsteht räumliche Tiefe nicht durch gleichmäßige Helligkeit, sondern durch das Zusammenspiel von Licht, Material und Schatten. Selbst in den dunkleren Bereichen bleiben Schichten, Übergänge und Blickbeziehungen wahrnehmbar. Das Licht macht die komplexe Architektur lesbar, ohne sie vollständig auszuleuchten.

Projektinformationen

Architekturtyp: Mehrgeschossiger Restaurantinnenraum mit zentralem Gastraum, Galerie, offenen Sichtbeziehungen, unterschiedlichen Sitzbereichen, offener Küche und separatem Dining Room

Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung arbeitet eng mit der vorhandenen Innenarchitektur aus Lamellen, Paneelen, Rahmen und unterschiedlichen Raumebenen zusammen. Integrierte Lichtlinien machen vertikale Strukturen und Raumbegrenzungen sichtbar, während gerichtetes Licht Tische, Kunst und ausgewählte Architekturelemente hervorhebt und bewusst dunklere Bereiche die räumliche Tiefe unterstützen.

Leuchtenintegration: Kombination aus in Holz- und Paneelstrukturen integrierten Lichtlinien, gerichteten Strahlern, akzentuierter Tisch- und Objektbeleuchtung sowie eigenständigen Lichtlösungen in einzelnen Bereichen wie Küche und Private Dining. Die Lichtquellen treten teilweise stark zurück, sodass vor allem beleuchtete Materialien, Konturen und Raumstrukturen wahrgenommen werden.

Raumwirkung: Licht und Schatten machen die vielschichtige, vertikal organisierte Architektur trotz kontrolliert niedriger Grundhelligkeit lesbar. Heller gefasste Tisch- und Nutzungsbereiche treten aus der dunkleren Umgebung hervor, während beleuchtete Lamellen, Paneele und Rahmen räumliche Schichten und Blickbeziehungen innerhalb des offenen Restaurants sichtbar machen.

Fragen zur Lichtplanung in vielschichtigen Restauranträumen
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