Teccon
Lieserbrücke |Büro
Projektbeschreibung
Die reduzierte Architektur von TECCON macht jede Setzung im Raum unmittelbar sichtbar. Lange Achsen, klare Flächen und präzise Geometrien bestimmen das Gebäude. Das Licht nimmt diese Ordnung auf und führt sie mit Linien, wiederkehrenden Lichtpunkten und gezielten Aufhellungen weiter.
Am Empfang treffen mehrere Lichtschichten aufeinander. Eine lineare Pendelleuchte folgt der langen Theke, integriertes Licht hebt die Holzfront hervor, während gerichtete Lichtfelder die Wand dahinter rhythmisieren. Trotz unterschiedlicher Lichtquellen bleibt das Gesamtbild ruhig, weil ihre Positionen auf Architektur und Nutzung abgestimmt sind.
In Fluren und Treppen wird Wiederholung zum räumlichen Prinzip. Lichtpunkte begleiten Bewegungsrichtungen und gliedern lange Perspektiven. In Besprechungs- und Aufenthaltsbereichen verändert sich dagegen die Gewichtung: Sichtbare Lichtobjekte und beleuchtete Deckenfelder markieren besondere Orte innerhalb der reduzierten Umgebung.
So entsteht die räumliche Wirkung weniger durch spektakuläre Lichtgesten als durch Präzision. Position, Abstand und Wiederholung geben der Architektur Tiefe und machen ihre klare Ordnung auch über das Licht wahrnehmbar.
Projektinformationen
Architekturtyp: Reduziertes, zeitgenössisches Büro- und Unternehmensgebäude mit klaren Raumachsen sowie Empfang, Besprechungs- und Aufenthaltsbereichen, Fluren, Treppen und großflächigen Verglasungen
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung übernimmt die orthogonale Ordnung der Architektur und führt sie über Linien, Reihen, Abstände und wiederkehrende Lichtpunkte weiter. Unterschiedliche Lichtsysteme reagieren auf Nutzung und Raumgeometrie, während gezielte Aufhellungen vertikaler Flächen und rhythmische Wiederholungen langen Raumachsen zusätzliche Tiefe und Orientierung geben.
Leuchtenintegration: Kombination aus linearen Pendelleuchten, gerichteten Strahlern, kleinen Deckeneinbauleuchten, Wandleuchten, integrierter Möbelbeleuchtung und indirekt beleuchteten Deckenbereichen. Sichtbare Lichtobjekte konzentrieren sich auf ausgewählte Nutzungsbereiche, während Verkehrs- und Nebenräume überwiegend mit zurückhaltend integrierten oder wiederkehrenden Lichtpunkten strukturiert werden.
Raumwirkung: Position, Abstand und Wiederholung der Lichtquellen verstärken die klare räumliche Ordnung, ohne eine konkurrierende Gestaltungsebene einzuführen. Lange Perspektiven werden rhythmisiert, besondere Nutzungsbereiche erhalten eigene Lichtschwerpunkte und vertikale Aufhellungen verleihen den reduzierten Räumen zusätzliche Tiefe.
Fragen zur Lichtplanung in klar gegliederten Bürogebäuden
- Warum ist die genaue Position von Leuchten in einer reduzierten Architektur besonders wichtig?
Je weniger gestalterische Elemente einen Raum bestimmen, desto deutlicher werden Position, Abstand und Ausrichtung einzelner Lichtquellen wahrgenommen. Bei TECCON orientieren sich Lichtlinien und Lichtpunkte deshalb konsequent an Raumachsen, Möbeln und architektonischen Geometrien.
- Wie können mehrere Lichtsysteme an einem Empfang eingesetzt werden, ohne unruhig zu wirken?
Unterschiedliche Lichtquellen können gemeinsam funktionieren, wenn sie auf dieselbe räumliche Ordnung reagieren. Bei TECCON folgen Pendelleuchte und integriertes Möbellicht der horizontalen Ausrichtung der Theke, während regelmäßig gesetzte Lichtfelder die Wand dahinter strukturieren.
- Wie können wiederkehrende Wandleuchten einen langen Flur räumlich gliedern?
Eine regelmäßige Folge von Lichtpunkten kann die Länge eines Korridors in wahrnehmbare Abschnitte unterteilen und zugleich seine Bewegungsrichtung unterstützen. Bei TECCON entsteht aus dem Zusammenspiel von Türen und wiederkehrenden Wandleuchten ein Rhythmus entlang der gesamten Raumachse.
- Warum werden Wände in einem Bürogebäude gezielt Teil der Beleuchtung?
Beleuchtete vertikale Flächen beeinflussen die Wahrnehmung eines Raumes anders als ausschließlich von oben erzeugtes Licht. Bei TECCON schaffen Lichtfelder und Wandaufhellungen zusätzliche räumliche Tiefe und strukturieren lange, ansonsten sehr reduzierte Flächen.
- Wie kann eine beleuchtete Deckengeometrie einen Aufenthaltsbereich definieren, ohne ihn durch Wände abzutrennen?
Ein räumlich begrenztes Deckenfeld kann durch indirektes Licht optisch vom umgebenden Raum gelöst werden und dadurch eine eigene Zone markieren. Bei TECCON entsteht über einem Loungebereich auf diese Weise ein klar wahrnehmbarer „Raum im Raum“, obwohl der offene Grundriss erhalten bleibt.
- Wann können sichtbare Lichtobjekte innerhalb einer ansonsten zurückhaltenden Bürobeleuchtung sinnvoll sein?
Sichtbare Leuchten können gezielt dort eingesetzt werden, wo eine besondere Nutzung auch räumlich hervorgehoben werden soll. Im Besprechungsraum von TECCON folgen große Ringleuchten der Achse des Konferenztisches und machen diesen Bereich innerhalb der ansonsten reduzierten Lichtgestaltung deutlich erkennbar.











