Villa MZ
Niederösterreich |Privat, Aussenraum
Architekt: Archiguards / Foto: MW-Architekturfotografie
Gewinner des BIG SEE Architekturpreis 2025
Projektbeschreibung
Das mehrgeschossige Wohnhaus ist durch die Verbindung mehrerer Wohnebenen geprägt. Licht begleitet diese vertikale Organisation und schafft Bezüge zwischen den einzelnen Bereichen, ohne die offene Raumstruktur durch zusätzliche gestalterische Elemente zu unterbrechen.
Zurückhaltend integrierte Leuchten in Decken- und Wandzonen bilden die Basis der Beleuchtung. Ergänzende Lichtquellen reagieren gezielt auf Nutzung und räumliche Situation und führen die Lichtwirkung über die unterschiedlichen Geschosse hinweg fort.
Dabei entsteht keine gleichförmige Beleuchtung des gesamten Hauses. Unterschiedliche Helligkeiten und gezielt gesetzte Lichtschwerpunkte machen Übergänge zwischen den Ebenen wahrnehmbar und unterstützen die Zuordnung einzelner Wohnbereiche.
So wird Licht zum verbindenden Element der mehrgeschossigen Architektur. Die einzelnen Bereiche behalten ihre jeweilige Funktion und Wahrnehmung, während die Beleuchtung gleichzeitig einen visuellen Zusammenhang über die gesamte vertikale Raumfolge herstellt.
Projektinformationen
Architekturtyp: Mehrgeschossiger Wohnbau mit vertikal organisierter Raumstruktur und miteinander verbundenen Wohnbereichen.
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung folgt der vertikalen Organisation des Hauses und verbindet die unterschiedlichen Wohnebenen zu einer durchgängigen Lichtstruktur. Unterschiedliche Helligkeiten und funktionale Lichtschwerpunkte reagieren auf die jeweilige Nutzung und machen Übergänge zwischen den Geschossen wahrnehmbar.
Leuchtenintegration: Überwiegend zurückhaltend in Decken- und Wandzonen integrierte Leuchten, ergänzt durch funktionale und akzentuierende Lichtquellen entsprechend der jeweiligen Raumsituation.
Raumwirkung: Ruhige, zusammenhängende Wohnatmosphäre, in der die einzelnen Bereiche klar wahrnehmbar bleiben und über die Beleuchtung visuell miteinander verbunden werden.
Fragen zur Lichtplanung mehrgeschossiger Wohnräume
- Wie lässt sich Licht über mehrere Geschosse eines Wohnhauses planen?
Die Lichtplanung sollte nicht nur einzelne Räume betrachten, sondern auch die Verbindungen zwischen den Geschossen berücksichtigen. Im Haus MZ führt eine abgestimmte Lichtstruktur die Beleuchtung über mehrere Ebenen hinweg und unterstützt so den räumlichen Zusammenhang.
- Wie kann Licht unterschiedliche Wohnbereiche miteinander verbinden?
Wiederkehrende Prinzipien bei Lichtverteilung und Leuchtenintegration schaffen einen visuellen Zusammenhang zwischen verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig können einzelne Nutzungen durch unterschiedliche Helligkeiten und gezielte Lichtschwerpunkte differenziert werden.
- Warum sollten offene Wohnbereiche nicht überall gleich beleuchtet werden?
Eine gleichförmige Beleuchtung würde unterschiedliche Nutzungen und räumliche Situationen nivellieren. Abgestufte Helligkeiten ermöglichen es, einzelne Bereiche wahrnehmbar zu unterscheiden und trotzdem als Teil eines zusammenhängenden Wohnraums zu erleben.
- Welche Rolle spielt Licht bei Übergängen zwischen verschiedenen Wohnebenen?
Licht kann Übergänge zwischen den Geschossen begleiten und dadurch die vertikale Organisation des Hauses verständlicher machen. Die Beleuchtung unterstützt dabei die Wahrnehmung der Raumfolge, ohne zusätzliche bauliche Gliederungen zu benötigen.
- Wie werden Leuchten in eine reduzierte Wohnarchitektur integriert?
In diesem Projekt sind die Leuchten überwiegend zurückhaltend in Decken- und Wandbereiche eingebunden. Dadurch treten technische Elemente visuell in den Hintergrund und die Wirkung des Lichts wird stärker wahrgenommen.
- Wie entsteht ein zusammenhängendes Lichtkonzept in einem mehrgeschossigen Wohnhaus?
Ein zusammenhängendes Lichtkonzept entsteht, wenn Lichtverteilung, Intensität und Integration nicht für jeden Raum isoliert entwickelt werden. In diesem Projekt werden diese Prinzipien über mehrere Geschosse fortgeführt und entsprechend der jeweiligen Nutzung angepasst.












