Villa KG
Wien |Privat, Aussenraum
Architekt: Archiguards / Fotos: Werner Streitfelder
Projektbeschreibung
Die freistehende Villenarchitektur verbindet offene Raumvolumen über mehrere Ebenen. Großformatige Öffnungen und fließende Übergänge prägen die räumliche Organisation, während die Lichtplanung diese Offenheit aufnimmt und unterschiedliche Bereiche innerhalb des zusammenhängenden Wohnraums lesbar macht.
Lineare Lichtsysteme begleiten architektonische Übergänge und Raumkanten. Ergänzende indirekte Lichtanteile und gezielt gesetzte Lichtpunkte reagieren auf einzelne Nutzungsbereiche, ohne die offene Architektur durch eine dominante Beleuchtungsstruktur zu unterbrechen.
Im Zusammenspiel entstehen unterschiedliche Lichtzonen innerhalb der weitgehend offenen Raumstruktur. Licht unterstützt Übergänge zwischen den Bereichen, verdichtet einzelne Nutzungsorte und führt die Wahrnehmung zugleich über großformatige Öffnungen in Richtung Außenraum.
So gliedert die Beleuchtung die Villa, ohne ihre Offenheit aufzulösen. Unterschiedliche Wohnbereiche erhalten eine eigene Gewichtung, während lineare Lichtführung und wiederkehrende Lichtprinzipien die räumlichen Übergänge zu einem gemeinsamen Ganzen verbinden.
Projektinformationen
Architekturtyp: Freistehende, mehrgeschossige Villenarchitektur mit offenen Raumvolumen, großformatigen Öffnungen und fließenden Übergängen zwischen unterschiedlichen Wohnbereichen.
Lichtkonzept & Planungsansatz: Die Lichtplanung unterstützt die Offenheit der Architektur, indem lineare Lichtsysteme Raumkanten und Übergänge begleiten und gezielte Lichtzonen einzelne Nutzungsbereiche differenzieren. Indirekte Lichtanteile ergänzen diese Struktur und unterstützen die räumlichen Beziehungen innerhalb der offenen Wohnbereiche.
Leuchtenintegration: Zurückhaltend in Decken- und Wandzonen integrierte Beleuchtung, ergänzt durch lineare Lichtsysteme, indirekte Lichtführung und gezielt gesetzte Lichtpunkte.
Raumwirkung: Offene und klar gegliederte Wohnsituation, in der unterschiedliche Bereiche wahrnehmbar bleiben, ohne die fließenden räumlichen Übergänge zu unterbrechen.
Fragen zur Lichtplanung offener Wohnbereiche
- Wie kann Licht offene Wohnbereiche gliedern, ohne sie räumlich zu trennen?
Licht kann einzelne Nutzungsbereiche unterschiedlich gewichten, ohne dafür bauliche Grenzen zu benötigen. In der Villa KG übernehmen lineare Lichtsysteme, indirekte Lichtanteile und gezielte Lichtzonen diese Differenzierung innerhalb der offenen Architektur.
- Welche Rolle spielen lineare Lichtsysteme in einer offenen Villa?
Lineares Licht kann vorhandene Raumkanten und architektonische Übergänge aufnehmen und weiterführen. Dadurch unterstützt es die räumliche Organisation, ohne eine zusätzliche Formensprache in die Architektur einzubringen.
- Wie werden unterschiedliche Nutzungsbereiche innerhalb eines offenen Wohnraums durch Licht definiert?
Gezielt gesetzte Lichtschwerpunkte verdichten Bereiche, in denen bestimmte Nutzungen stattfinden. Dadurch können einzelne Wohnsituationen eine eigene visuelle Gewichtung erhalten und trotzdem Teil des offenen Raumzusammenhangs bleiben.
- Welche Funktion hat indirektes Licht in offenen Wohnbereichen?
Indirektes Licht erzeugt Helligkeit über Raumflächen und kann Übergänge zwischen unterschiedlichen Bereichen unterstützen. In der Villa KG ergänzt es die linearen und punktuellen Lichtsysteme und trägt zu einer zusammenhängenden Wahrnehmung der offenen Architektur bei.
- Wie kann Licht fließende Übergänge zwischen Räumen begleiten?
Wiederkehrende Lichtprinzipien können über Raumgrenzen hinweg fortgeführt werden und dadurch visuelle Beziehungen zwischen angrenzenden Bereichen herstellen. Entscheidend ist, dass sich die Beleuchtung an der Architektur orientiert und nicht jeden Raum als isolierte Einheit behandelt.
- Wie wird die Verbindung zwischen Innen- und Außenraum durch Licht unterstützt?
Großformatige Öffnungen machen Außenbereiche auch aus dem Innenraum sichtbar. Eine abgestimmte Lichtführung unterstützt diese Blickbeziehungen und trägt dazu bei, dass die räumliche Wahrnehmung nicht unmittelbar an der Gebäudehülle endet.


























